ChiRunning - die sanfte Revolution

Stimmen zu ChiRunning-Workshops (seit 2011)



"Ein ganzheitlich toller Event..."

 

Es war für uns alle ein tolles Erlebnis, darüber sind wir uns einig. Und bekommen haben alle viel, nicht nur Information zum Laufen. Ein ganzheitlich toller Event, das ist das Schöne daran.

 

Ein Teilnehmer am ChiRunning-Workshop der ASG Hockenheim am 5. November

 

 

„Meine frühere Freude am Laufen neu spüren...“

Was mich beim ChiRunning am meisten gefreut hat, war, dass ich meine frühere Freude am Laufen neu spüren konnte. Als ich jünger war, bin ich ohne Technik gelaufen, und immer mit einer Leichtigkeit, als ob ich ein kleines Kind sei. Dieses Gefühl war dann weg, als ich vor über 20 Jahren meine Achillessehne gerissen habe und 2 Leistenbrüche erlitt. Danach war Laufen nur noch mit einem Schweregefühl möglich. Das Aufrichten, die Schwerkraft zu nutzen, bewusst von der Mitte zu laufen gibt mir ein ganz anderes Körpergefühl. Da freue ich mich sehr darüber. Danke.

Raphael Rapstoff, Grube Louise, Oktober 2011

 


"Ein unglaublicher Zug nach vorne" – erste Erfahrungen mit Chi-Running

Am Anfang waren alle Teilnehmer gespannt und neugierig, was Chi-Running ist und ob wir als „Hobby-Läufer" das überhaupt verstehen und umsetzen können.
Im Lauf des Seminars eröffnete sich uns dann der Zugang zu einer faszinierenden Lauftechnik: Gelenkschonend, kraftsparend, die Körperkräfte nutzend.
Zuerst musste die Unterbauchmuskulatur gefunden werden, die das Becken bewegt, die Kraftquelle, die das Chi-Running nutzt. Dann wurde die richtige Haltung eingeübt und schließlich ging man in die Bewegung über. Das Erstaunliche dabei war, dass wir schon nach den ersten zaghaften „Feldversuchen" immer mehr ahnten, wo das einmal hinführen kann. Wenn alles stimmt und zusammenpasst, dann gibt die Vorwärtsneigung einen unglaublichen Zug nach vorne, dann hat man das Gefühl, dass Kräfte wirken, die einem sonst nicht zur Verfügung stehen. Natürlich steht uns noch viel Üben bevor, bis wir diese Technik richtig nutzen können, aber schon dieser erste Eindruck war faszinierend.
Dass wir alle solche Fortschritte gemacht haben und immer motivierter wurden, ist schließlich das Verdienst von Thomas Böhmer, der uns in der konzentrierten Körperarbeit und in den gut aufeinander abgestimmten Übungseinheiten sicher, souverän und sehr wach ins Chi-Running eingeführt hat.
 

Eine runde Sache, sehr motivierend!
 

Immanuel Rößler, Waiblingen, September 2011


 

Fallen-Lassen als spirituelle Herausforderung und Übungspraxis

 

Der Chi-Running Kurs bei Thomas Böhmer hat mich auf vielfältigen Ebenen beeindruckt, meine Laufpraxis inspiriert und mir Impulse zur Vertiefung gegeben. Seine Anleitung habe ich als methodisch sehr klar strukturiert, einfühlsam und achtsam erlebt. Die fein aufeinander abgestimmten Schritte der Einführung machten es leicht, sich dieser neuen Form des Laufens anzunähern.


Im Rückblick auf den Kurs steht für mich als Kontemplationslehrer ein Aspekt im Vordergrund, der mich in diesen Monaten nach dem Kurs auch nachhaltig beschäftigte. Für mich die zentralste Erfahrung des Kurses bestand im Fallen-Lassen als Grundform des Laufens. Mich fallen zu lassen setzt Vertrauen voraus und dies war bei den hinführenden Übungen auch spür- und deutlich sichtbar. Die gewohnte Gegenreaktion besteht im festhaltenden Sichern – und auch das war sichtbar. Auch wenn es sich beim Chi-Running um ein kontrolliertes Fallen-Lassen handelt, setzt dies doch das Erleben an der Grenze des Kontrollverlustes voraus – sonst ist es kein Fallen. Die Erforschung dieser Grenze ist spirituell aber von höchster Bedeutung. Spirituelle Übungspraktiken sind zumeist so angelegt, an diese Grenze zu führen. An ihr ist das Neue, Transzendierende möglich. Die Kunst besteht beim Chi-Running also in der gelassenen Entspanntheit an dieser Grenze, die unseren üblichen Reaktionsweisen widerspricht. Sowohl im Kurs wie auch im Studium der erworbenen Materialien wurde mir deutlich, welch langen Weg der Einübung dies benötigt. So geht es beim Chi-Running in gewisser Weise um die Hingabe an den Weg. Dies ist aber eines der Kennzeichen authentischen spirituellen Weges. Sie leben von der Hingabe an das, was ist. Dadurch werden sie zu einer Einübung ins Sein. Ich könnte noch einen Schritt weiter gehen: Spirituelle Wege sind auch immer Einübung ins Sterben, in das uns allen aufgegebene große Loslassen. In gewisser Weise übt diese Form des entspannt fallenden Laufens in seiner Gelassenheit und Hingabe darin ein.


So beschäftigt mich diese Dimension des Chi-Running im Rückblick am stärksten und nährt meine Überzeugung, dass auch das Laufen in diesem Sinne zu einer spirituellen Praxis werden kann, in der es um das vertrauensvolle und hingegeben Einswerden mit diesem einen Schritt, diesem einen Moment geht.


Sven-Joachim Haack, Friedrichsdorf/Ts., September 2011

 

Chi-Running (...und ein Stimmungswandel)

 

Als ich Thomas Böhmers Einladung zu einem Einstiegskurs ins Chi-Running annahm, dachte ich vor allem daran, meine eingeschlafene Lauf-Bereitschaft neu zu aktivieren. Wieder-Einstieg in eine Technik, die eine gewisse Grund-Fitness verspricht (das heißt: ein längeres, leistungsfähigeres Leben), oder Endorphine zur Bewältigung des Alltags. Ich erwartete nicht, etwas Neues über mich zu erfahren. Doch so war es ...

 

Zu Beginn des etwa sechsstündigen Kurses beschäftigten wir uns mit der „Säule“, wir suchten unsere Rumpfmuskulatur, versuchten ihre Wirkung auszumachen. (Erstaunlich, wie wenig ich über meine eigenen Muskeln weiß. Viel weniger als über einige technische Geräte.) Den aufrechten, entspannten Stand kannte ich aus diversen Rückenkursen, die ich während meines Rücken-unfreundlichen Studiums absolviert hatte. Doch wie sollte ich diese Haltung aufrechterhalten und zugleich loslaufen? Bei meinen ersten Versuchen, diese in meinem Kopf vollkommen getrennten Bewegungsformen zusammenzubringen, fühlte ich mich reichlich ungeschickt.

Draußen ging es besser. Gehen lassen, sich entspannen, das kann ich doch! Also neigte ich meine „Säule“ nach vorne, erst zu stark, dann zu wenig, bis ich mich eingependelt hatte. Und fing mich ab, bevor ich fiel. So kam ich zwar weiter, doch klatschte ich mit den Füßen arg aufs Pflaster.

Nun konzentrierte ich mich auf die „Straße“, wie Thomas Böhmer gesagt hatte. Ich „erlaubte“ es der Straße, meine Füße nach hinten mitzunehmen. Das ist das Chi-Running-Gegenkonzept zum „kraftvollen Abstoßen“. Und je mehr ich (Kinn nach oben, den Blick auf den Asphalt weiter vorne gerichtet) ein Gespür dafür entwickelte, wie der raue Weg meine Füße nach hinten schleuderte, desto leiser und weicher wurden meine Tritte.

 

Das eigentliche Aha-Erlebnis kam jedoch später, vorm Bildschirm. Zu Beginn des Kurses hatte Thomas Böhmer alle Teilnehmer bei einem Schau-Laufen aufgenommen. Jetzt sah ich mir beim „Joggen“ zu und stellte erschrocken fest, wie „unsportlich“ das Ganze aussah (Ich hatte mich keineswegs so gefühlt). „Etwas wenig Körperspannung“, kommentierte Thomas, und mit einem Mal wurde mir klar, dass das, was im Chi-Running als „entspannt“ angesprochen wird, keineswegs „abgeschlafft“ meint. Statt bloßer Entspannung ist eine aufmerksame und aufrechte Haltung gemeint, die das Laufen zu einem bewussten und kontrollierten Vorgang macht.

 

In den nächsten Tagen versuchte ich, die „Säule“ auch beim einfachen Gehen zu spüren. Mit meiner Körpergröße von 1,89 Metern schlurfte ich weniger durch die Stadt, um mich vielleicht unbewusst ein wenig kleiner zu machen, statt dessen ging ich aufrecht und gerade. Und spürte dem Stimmungswandel nach ...

Laufen, ob schnell oder langsam, ist (auch) Ausdruck unseres Selbst-Verständnisses. Ich bin froh, das bei Thomas Böhmer gelernt zu haben.

 

Dr. Stefan Kappner, Idstein, Mai 2011

 

 

 

Achtsames Laufen und Meditation

Stimmen zum Kurs "Kontemplation im Sitzen, Gehen und Laufen" (seit 2003)

Wir leben in einer verrückten Zeit. Ständige Erreichbarkeit gehört nicht nur beruflich, sondern auch privat zum guten Ton. Unsere Freizeit muss akribisch geplant werden, sonst hätten wir wahrscheinlich gar keine, und Multitasking sehen wir als eine der erstrebenswertesten Eigenschaften an. Da wirkt es geradezu revolutionär, sich auf eine Sache zu konzentrieren und dann auch noch auf die, die man gerade tut. Unglaublich, dies auch noch mit dem uns Menschen natürlichsten Bewegungsablauf, dem Gehen oder Laufen, zu verbinden.
Früher bin ich vor allem laufen gegangen, um über bestimmte Dinge, ob beruflich oder privat, nachzudenken. Ich habe nicht einen Gedanken daran verschwendet, was mein Körper da eigentlich macht, weil er das ja sowieso macht - dachte ich. Weit gefehlt, nach nur wenigen Tagen achtsames Lauftraining mit Thomas Böhmer habe dann auch ich die deutliche und wirklich laute Botschaft meines Körpers verstanden. Es erinnerte mich an ein Springturnier, das ich mit einer guten Freundin, einer passionierten Reiterin, besucht hatte. Wir beobachteten einen Reiter, und meine Freundin sagte, das Pferd wäre ohne ihn besser dran - und es sei erstaunlich, wie gut das Ergebnis wäre, da der Reiter das Tier nur behindert. Ehrlich gesagt habe ich mich ein klein wenig geschämt, wie sehr ich mich vorher beim Laufen abgemüht und wie offensichtlich schwer ich es mir dabei selbst gemacht habe. Es sind wie so oft die kleinen Änderungen, die den Unterschied machen, und auf den ersten Blick waren es eine Menge Dinge, auf die mich Thomas aufmerksam gemacht hat.
Wie üblich nach einem Kurs war ich sehr motiviert, aber ich konnte mir nicht alles merken, was wir ausprobiert haben, und ich gehe auch nicht mit einem Merkzettel laufen. Aber eigenartiger Weise hat sich mein Körper einiges mehr gemerkt, und nun erwische ich mich, wie ich manchmal ganz automatisch entspannt und losgelöst laufe. Das Gute an dieser Methode ist, dass sie einfach ist und sich das Laufen von Mal zu Mal viel natürlicher anfühlt. Ich habe den Eindruck, dass Laufen genau so gedacht war - und mein Körper scheint mir für diese Einsicht immer noch dankbar zu sein.

Betina Pohl, Wiesbaden, November 2010

 

Seit den Kursen bei Thomas Böhmer ist das Gehen und Laufen für mich der Weg nach innen geworden.

Christian Strohmeier, München, November 2010

 

 

Ich mache seit Mitte der 1990er Jahre Kontemplation und jogge regelmäßig mit unterschiedlicher Intensität seit Mitte der 1980er Jahre. Als regelmäßiger Kursteilnehmer am Benediktushof Holzkirchen bin ich auf den von Thomas Böhmer und Sven-Joachim Haack angebotenen Kurs „Kontemplation im Sitzen, Gehen und Laufen" gestoßen und habe gemeinsam mit meiner Frau Angelika viermal daran teilgenommen. Meditation und Laufen ist kein Gegensatz, wie man vielleicht glauben könnte. Ich habe in diesen Kursen eine sehr bereichernde und bewusste Form des Laufens gelernt, bei der Achtsamkeit ein wesentliches Element ist. So ist es mir heute viel besser möglich, nach anstrengenden, kräftezehrenden („stressigen") Arbeitstagen in meinem kontemplativen Laufen gute und schnellere Entspannung und Ruhe zu finden. Dafür bin ich meinen Lehrern Thomas und Sven-Joachim sehr dankbar.

Sepp Vogler, Bürgermeister, Dezember 2010

 

 

Wenn man wie ich zum ersten Mal in seinem Leben stundenlang in der Kontemplation sitzt und an 5 Tagen mehr läuft als sonst in einem ganzen Jahr, dann begibt man sich auf einen spannenden Weg, der eine Fülle von Erfahrungen und eine große Bandbreite an Emotionen bereithält. Das Begehen und die Auseinandersetzung dieses ureigenen Weges braucht eine Begleitung, die von Akzeptanz, Wärme und fundiertem Wissen geprägt ist und die vor emotionaler Wucht nicht erschreckt. Thomas Böhmer ist so ein achtsamer Begleiter, der unaufdringlich und auf Augenhöhe mit der größtmöglichen Freiheit dazu verhilft, auf die eigene Spur zu kommen jenseits allen Leistungsdenkens, ohne es auszuschließen, sodass beinahe unbemerkt eine Verbindung und eine Begegnung zwischen dem eigenen Körper und der mir eigenen Tiefe stattfinden kann. Eine Trennung beginnt sich aufzulösen.
Gelaufene Schritte, die in den Augenblick führen, scheinen ein so unmittelbares Ausdrucksmittel der Lebendigkeit des Menschen zu sein, dass sie uns eine Ahnung vermitteln können von der unfassbaren und unvorstellbaren, jedoch erlebbaren Unmittelbarkeit dessen, wer wir sind, woher wir kommen und wohin wir gehen.
Stefanie Münch, Dezember 2010

 

 

 

 

 

 

Kurse "Integratives Laufen" 1999-2003

Frankfurter Lauftherapie-Projekt 1998

"Krebs und laufen? - Krebs und laufen!" - eine Lauf-Insel